Vor der Digitalisierung gibt es kein Entkommen. Verschwindet die Arbeit, spaltet sich die Mittelschicht in Digitalisierungsgewinner und eine Masse von Verlierern. Und die benötigt einen neuen Sozialstaat. Genug Geld wird da sein, dank Robotern und künstlicher Intelligenz. Doch auf die Solidarität der zukünftigen Eliten ist kein Verlass. Für die Mittelschicht eine historische Herausforderung: Sie muss für sich und ihre Kinder die Teilhabe am Wohlstand und Fortschritt sichern, während ihre wirtschaftliche Bedeutung sinkt. Solange sie sich liberale Demokratie und Rechtsstaat nicht aus den Händen nehmen lässt, wird sie auch künftig ein freies Leben genießen – in Wohlstand ohne oder in Reichtum mit Arbeit.

Die Sozialstaatsdebatte flammt derzeit in Deutschland wieder auf. Die Öffentlichkeit will wissen, wie sie angesichts der technologischen Umbrüche langfristig sozial abgesichert ist. Veröffentlichungen zur Digitalisierung, Zukunft der Arbeit und zu einem neuen Sozialstaat mit oder ohne Grundeinkommen erscheinen fast täglich. Sie beschäftigen sich zwar mit der Zukunft, führen aber unter dem Stichwort Digitalisierung oft nur die aktuellen Auseinandersetzungen fort.

„Mittelschicht für alle“ ist anders. Das Buch wirft einen Blick in eine gestaltbare Zukunft, ist technologisch neutral und sozial optimistisch. Konkret schildert es folgendes Szenario: Im Verlauf der nächsten 50 Jahre schrumpft das Arbeitsvolumen massiv, die Wirtschaft wächst weiter, die Einkommen ballen sich bei den oberen 20 Prozent der Bevölkerung. Das Buch zeigt, welche verteilungspolitischen Handlungsoptionen die verschwindende wirtschaftliche Mittelschicht hat und wie sie diese nutzen kann.

Werfen Sie einen Blick ins Buch …